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14 Stammcrewanwärter kamen in Sassnitz auf die Nobile, um an dem 10tägigen Ausbildungstörn teilzunehmen. Die fünf Stammcrewmitglieder und der Kapitän erwarteten sie bereits an Bord.
Während der ersten Tage, welche eingeweht im Hafen von Sassnitz verbracht wurden, beschäftigten sich alle mit dem ausführlichen Üben von Belegen, Stopper setzen, Kommandos, Backstag/Preventer legen und stellen, Fock setzen und bergen, Knoten, Strecktaue ausbringen, Riggeinweisung und im Rigg klettern, Anker. Jeder konnte ohne Manöver-Zeitdruck seine Kenntnisse vertiefen und viele Fragen stellen. Die Wandzeitung mit den Ausbildungsinhalten und Abendrunde trug dazu bei, dass sich jeder informieren konnte. Den Abschluss der gemeinsamen Runde unter Deck bildete ein kurzer Überblick über das Wetter des kommenden Tages. Den Abend verbrachten wir in der Regel gemeinsam an Deck oder auch unter Deck in geselliger Erzählrunde und mit diversen Gesellschaftsspielen. Am Mittwoch segelte die Nobile in die Trompter Wieck. Ablegemanöver, Segel setzen und Segel bergen wurden vor- und nachher eingehend besprochen. Abends lag das Schiff vor Anker und alle wurden mit, während der Ankerwache gebackenen, frischen Brötchen zum Frühstück geweckt.
Am Tag darauf hieß es Anker auf unter Segeln und Kurs Richtung Klintholm. Während des Tages wurde Ruder und Ausguck gehen geübt und vor allem gesegelt. Auch das erste Segelmanöver wurde eingehend vor- und nachbesprochen.
Der Freitagvormittag wurde für Segeltheorie, Dhingi fahren und Werftzeiten/Vorpieck genutzt. Nach einem langwierigen und aufsehenerregenden Ablegemanöver am Nachmittag wurde ein kurzer Schlag nach Stubbeköbing gesegelt. Von dort ging es am nächsten Tag nach Nysted. Den Weg dorthin wurde für Wenden und eine medizinische Einheit genutzt. Die Begutachtung eines unbekannten Schwimmobjektes (von Seeschwalben bewohnter Ponton) bescherte eine spontane POB-Übung. Nach Nysted gab es eine spannende Revierfahrt – enges Fahrwasser, dänische Fahrwasser-Markierungen und eintretende Dämmerung. An Deck war bei schöner Abendstimmung mit Scheinswal-Sichtung eine ruhige, konzentrierte Crew am Werk.
Am Sonntag wurde das Schiff an die fitte Stammcrew(-anwärter) übergeben. Die Schiffsführung behielt Gernot, die Stammcrew wurde zu einfachen und „faulen“ Deckshands und der Rest hat den Bordalltag, den Segeltag und die Manöver organisiert. Die Einheiten Feuer und POB wurden von der „neuen Crew“ für den Nachmittag eingeplant. Der Tag endete mit einem gemeinsamen schönen Grillabend.
Am Montag war das Ziel Warnemünde. Nach der Durchquerung des Verkehrstrennungsgebietes, wurden mehrere Wenden gesegelt. Alle an Bord genossen das schöne Segeln an diesem letzten ganzen gemeinsamen Tag. Erst spät kamen die Nobile in Hohe Düne an. Auf vielfachen Wunsch nach einem gemeinsamen Abschlussabend, gingen alle in Hohe Düne in die Shark-Bar.
Am Dienstag wurde die Fock gesetzt und (mit Motorunterstützung) ging es in den Rostocker Stadthafen.
Insgesamt ein toller Törn, mit viel netter und fitter Crew, die vom Nobile-Virus hoffentlich nachhaltig infiziert sind und unseren Verein bereichern werden.